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Klimaschutz für den Gaumen oder wie man mit krummem Gemüse zum Entrepreneur wird

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„Zum guten Heinrich“ hat fast alle Preise abgeräumt, die ein Startup in diesem Bereich gewinnen kann. Kein Wunder, das Konzept ist bestechend. Das Startup verwendet nicht norm-konformes Gemüse, welches in der herkömmlichen Gastronomie aufgrund von optischen Makel nicht verwendet würde. Anstatt es zum Tierfutter werden zu lassen, verarbeitet der gute Heinrich dieses Gemüse zu Häppchen und Mehrgang-Menus. Somit ist jedes Menü einen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung und aktiver Klimaschutz über den Gaumen. Als Caterer beliefern sie Firmen und Privatpersonen für Gross- und Kleinanlässe, innerhalb der Stadt Zürich sogar mit dem Fahrrad. Zu Besuch bei Startup@UZH sind Fabian und Lukas - Freunde, ehemalige Mitbewohner und Mitbegründer von „Zum guten Heinrich“.

 

Wie seid ihr ins neue Jahr gestartet?"
Lukas: Gut, und zwar gleich mit einem Grossprojekt. Zum guten Heinrich mietet sich neu in der Gastroküche von „Suppe und Pedale“ in Zürich ein. Das heisst, wir beginnen jetzt vermehrt selbst zu produzieren (Anmerkung: bisher Zusammenarbeit mit Gastropartnern). Wir waren immer sehr temporär unterwegs - jetzt brauchen wir einen viel langfristigeren Planungshorizont.
Fabian: Wir haben in den letzten zwei Jahren zwar viele Erfahrungen sammeln können, aber das ist nochmals etwas ganz Neues. In der Suppenküche gibt es ausserdem eine Velowerkstatt - es passt perfekt.

 

Ihr arbeitet aber beide nicht vollberuflich für den Heinrich?
Lukas: Genau, für uns beide ist Zum Guten Heinrich derzeit ein Teilzeitprojekt. Fabian schreibt grad seine Masterarbeit fertig und ich war bis vor kurzem für ein Jahr in den USA. (Anmerkung: Die Geschäftsleitung wird jedoch von Thomas (auch Mitgründer) und Verena in Vollzeitarbeit ausgeführt.)

 

Die Pause war kein Problem?
Fabian: Nein, die war sogar sehr wichtig. Das Startup-Leben saugt viel Energie und Zeit auf, es braucht manchmal Zeitperioden, wo man noch andere Projekte verwirklichen kann - oder eben endlich den Master abschliessen.
Lukas: Die Übergabe war natürlich sehr wichtig, aber das hat zum Glück gut funktioniert. Mal weg zu sein, hilft sehr, um nachher wieder motiviert loszulegen. Als kleines Catering-Unternehmen hatten wir auch keine grossen Verpflichtungen, wir konnten einfach keine Aufträge mehr annehmen. Das ändert sich nun mit der Küche. Jetzt heisst es wachsen oder sterben (lacht).

 

Ihr beide seid mittlerweile keine Mitbewohner mehr, aber immer noch gute Freunde. 
Fabian: Eine Weile waren wir vielleicht schon ein bisschen zu oft zusammen. Es war gut, aber sehr intensiv.
Lukas: Irgendwann haben wir ein Code-Wort definiert - „Henriette". Wenn wir uns erwischt haben, dass wir an Partys wieder nur über den Heinrich gesprochen haben, sagte jemand von uns „Henriette". Dann haben wir das Thema gewechselt und versucht, nicht mehr über s'Business zu sprechen.
Fabian: Genau. Das Schöne ist aber auch, dass unser Umfeld uns super unterstützt hat. Viele waren zum Beispiel regelrecht begeistert, wenn wir wieder einen Wettbewerb gewonnen haben.

 

Ihr nicht?
Lukas: Natürlich auch. Am Anfang haben wir uns praktisch durch die Wettbewerbe finanziert. Und es gab uns immer wieder einen Anstoss, ein Netzwerk und natürlich riesige Motivation, wenn wir etwas gewonnen haben. Aber schlussendlich sind es die tatsächlichen Catering-Aufträge, die etwas bewirken.

 

Wie finanziert ihr euch?
Die Investitionen kommen aus externen Quellen - wie gesagt Wettbewerbe und das Crowdfunding. Mittlerweile haben wir auch einen schönen Kundenstamm; davon über 80% Unternehmen. Aber wir brauchen neue Investoren, am besten solche, die uns auch aus ideologischer Sicht unterstützen wollen - und natürlich Aufträge.

 

Würdet ihr wieder während dem Studium ein Startup gründen?
Lukas: Ja, ich würde es jedem empfehlen.
Fabian: Es gibt einfach Leute, die ihren eigenen Kopf haben, und solche die eher mitziehen. Wir finden es super, unser eigener Chef zu sein.
Lukas: A propos Studium: wir suchen noch Studierende, die einen Nebenjob als „Foodbiker" suchen und für Heinrich mit dem Elektrobike Auslieferungen machen können (Anmerkung: brauchen Fahrausweis).

 

Die obligate Frage: was war bisher euer schönster Moment mit Heinrich?
Lukas: Hm, viele – zum Beispiel das Crowdfunding, das so gut funktioniert hat. Oder wenn uns fremde Personen kontaktieren für ein Angebot; das heisst niemand aus unserem Umfeld, sondern jemand, der einfach einen nachhaltigen Caterer sucht und uns findet.
Fabian: Stimmt. Und für mich war es auch schön, nach der Zeit, wo ich selbst nicht mehr 100% für Heinrich am arbeiten war, zurückzukommen und zu sehen, was in nur kurzer Zeit alles passiert ist. 

 

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§ Legal Tuesday §

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Neu gibt’s jeden ersten Dienstag im Monat den Legal Tuesday. Startups, die selbst keine Jurist/innen im Team haben, stolpern immer mal wieder über rechtliche Fragestellungen. Einen eigenen Anwalt zu engagieren ist aber teuer. Startup@UZH bietet darum mit dem Rechtsanwalt Dr. Paul Peyrot eine Art „Gruppensprechstunde“ an. Startups können allgemeine und individuelle Fragen stellen, sich austauschen und von den Erfahrungen von Paul Peyrot sowie von den anderen Startups profitieren. Zu Beginn gibt’s jeweils einen kleinen Input zu einem juristischen Thema - von Finanzierungsverträgen über Mitarbeiterbeteiligungen, die wichtigsten Verträge, Umgang mit AGBs etc. Diese Inputs geben einen ersten Überblick und gleichzeitig einen Anstoss für Neugründer/innen, an welche juristischen Bereiche sie unbedingt beim Aufbau denken sollten.

 

Alle weiteren Infos und Daten finden sich hier.

 

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Interview mit dem Startup PartyPanda - Kostüme, die allen die Schau stehlen

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Prüfungen vorbei, Fasnacht steht vor der Tür und Du hast noch kein Kostüm? Wir machten ein Interview mit dem jungen Schweizer Startup PartyPanda, das garantiert etwas im Sortiment hat für die perfekte Verkleidung. Wer keine Lust zu lesen hat, kann sich auch einfach vom kurzen Video hier inspirieren lassen.

 

Wie kommt man auf die Idee, einen Kostümversand in der Schweiz zu machen? Funktioniert das in einem Land wo «Guggen» und selbstgebastelte Kostüme Tradition haben?
 
PartyPanda ist aus der einfachen Idee heraus entstanden, dass das Angebot für Kostüme und Partyartikel in der Schweiz noch sehr beschränkt ist. Spezielle und einzigartige Kostüme findet man entweder nicht oder man muss zu einem teuren Kostümverleih gehen. Als passionierte Karneval Gänger mussten wir uns bei ausländischen Online Shops umsehen oder auf Reisen mit den nötigen Verkleidungen eindecken. Das Problem ist dabei, dass man meist kaum Zeit hat sich durch Verkleidungsläden zu wühlen da die Mottoparty direkt vor der Tür steht. Aus diesen Gründen wollen wir mit PartyPanda internationale Kostümtrends in die Schweiz bringen und sie mittels unseres E-Commerce Shop für ein breites Publikum schnell zugänglich machen. Dabei zielen wir nicht nur auf die Basler Fasnacht mit ihren sehr traditionellen Kostümen, sondern vielmehr auf Mottopartys und Veranstaltungen die rund um die "5. Jahreszeit" in der Schweiz stattfinden. Es sind aber auch Festivals, das Oktoberfest und Halloween sehr wichtige Events für uns. 
 
Wer sind eure Kunden? 
 
Unsere Kunden sind zumeist junge Leute zwischen 20 und 40 Jahren, die einzigartige Kostüme für Events suchen. Darüber hinaus haben wir auch viele ältere Kunden, die entweder Gruppenkostüme für Fasnacht kaufen oder Kostüme für Kinder suchen. Geografisch gesehen kommen die meisten unserer Kunden aus der Region Zürich und Luzern, aber auch Basel ist sehr stark am kommen. Das stützt unsere These, dass auch die Schweiz mit Ihren "Guggen" und Do-It-Yourself Kostümen ein interessanter Markt für Kostüme ist.
 
Was sind eurer Meinung nach die grössten Herausforderungen für ein Startup, das über Online Bestellungen und Versand funktioniert?
 
Im Grunde gibt es im E-Commerce Business an allen Fronten Herausforderungen. Es gibt unendlich viele Stellschrauben um das Business zu optimieren. Oft weiss man gar nicht wo man eigentlich anfangen soll. Wenn ich aber die grösste Herausforderung rauspicken müsste, ist es unsere Prämisse den besten Kundenservice anzubieten. Darunter fällt z.B. Bestellungen innerhalb kürzester Zeit zustellen zu können. Das funktioniert nur wenn alle Waren an Lager sind und man nicht mit externen Drittanbietern arbeitet. Das stellt für uns einen enormen Spagat in der Anfangsphase dar, weil man enorm viel in das eigene Inventar investieren muss und das Risiko trägt die Ware nicht zu verkaufen.
 
Was sind eure Pläne/nächsten Projekte mit PartyPanda?
 
PartyPanda soll in der Schweiz zum grössten Online Shop für Kostüme und Partyartikel werden. Neben dem Verkauf von Fasnachtskostümen haben wir auch schon Ideen selbst Produkte zu entwickeln. Aber dafür ist es noch zu früh. 
 
Was ist euer persönliches Lieblingsprodukt?
 
Wir sind grosse Fans von allen Festival Kleidern und Accessoires. Da wir vor einigen Jahren bei Burning Man in den USA waren, hat sich unsere Begeisterung für leuchtende LED Kleidung entfacht. Es ist unglaublich was für eine Stimmung aufkommt wenn man in einer Menge von feiernden Menschen mit bunten LED-Leuchten steht. Auf der Kostüm Seite lieben wir die neuen Carry Me Kostüme. Diese Huckepack Kostüme, wie sie anders auch genannt werden, sind total witzige Kostüme die einfach zu tragen sind. Als "Hosenkostüm" geben sie die Illusion, dass man auf den Schultern einer Person oder einem Tier sitzt bzw. "reitet".

 

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Vom studentischen Verein zum KMU: uniboard.ch

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Interview mit Andi und Malte von uniboard.ch, Absolventen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich. Die beiden haben aus einem akkreditierten studentischen Verein der Universität Zürich die uniboard AG gegründet, wohnen zusammen in einer WG, die gleichzeitig ihr Büro ist und sind gute Freunde. Zum Interview kommen sie mit ihrem wohl jüngsten uniboard-Mitglied: Schäferhund und „Chief Security Officer“ Sam.

 

Beginnen wir mit der Gründung des uniboard-Startups. Auf eurer Website steht, dass die Umwandlung zu einer AG eigentlich gar nie beabsichtigt war - was soll das heissen?

Andi: Genau das (lacht). Das uniboard.ch wurde bereits 2002 durch drei Studierende der Universität Zürich gegründet – also nicht durch uns selbst. Ich und Malte haben beide als normale User von der Plattform profitieren können. Besser gesagt: wohl dank dem uniboard.ch haben wir unser Assessment-Jahr überhaupt überlebt. Ich habe mich dann sehr aktiv in der Community engagiert, quasi zum Dank - zuerst als normaler User, dann als Moderator, schliesslich Administrator. Als die drei ursprünglichen Gründer 2009 ihr Studium abschlossen und uns das uniboard.ch übergeben wollten, haben wir uns entschieden, für das Betreiben der Plattform einen akkreditierten studentischen Verein der Universität Zürich zu gründen. Malte ist dann als Vereinsmitglied zum Team dazugestossen – und ist seither nicht mehr wegzudenken. Im Rahmen dieses Vereins waren wir insgesamt 4 Jahre lang ehrenamtlich und unentgeltlich für das uniboard.ch verantwortlich und haben es von einer Plattform für Studierende der Wirtschaftswissenschaften der Universität Zürich zu einer universitätsweiten, später auch universitätsübergreifenden Plattform entwickelt – sowohl technisch, als auch inhaltlich. Als wir aufgrund unseres nahenden Studiumsabschlusses (im Jahr 2013) selbst wieder Nachfolger für unseren Verein suchten, fanden wir einfach niemanden. Wir suchten ein Jahr lang, aber niemand wollte sich weiterhin um das Betreiben und Weiterentwickeln vom uniboard.ch kümmern. Wir waren aber beide der Meinung, dass es echt schade gewesen wäre, all die Inhalte und die Community vom uniboard.ch einfach so «sterben» zu lassen. Ja, und darum haben wir beide uns entschlossen, aus dem Verein ein studentisches Startup zu machen. Das erste Jahr nach dem Studium arbeiteten wir beide noch nebenbei, seit 2014 sind wir beide zu 100% für die uniboard AG tätig.

 

Musstet ihr euer Businessmodell stark verändern?

Andi: Eigentlich nicht. Es ging weiterhin darum, eine Online-Plattform für Studierende zu betreiben. Wir haben bereits mit der Gründung des studentischen Vereins mit Partnern, d.h. anderen studentischen Vereinen und Unternehmen (v.a. Arbeitgeber für Studierende) zusammengearbeitet. Aber klar, es galt mit der Gründung eines Unternehmens all dies zu professionalisieren. Das uniboard.ch sollte (und soll) für Studierende für immer und ewig gratis bleiben, aber irgendwie müssen wir unser Abendessen verdienen. Dies erreichen wir v.a. durch die Zusammenarbeit mit Arbeitgebern für Studierende und äussert sich auf dem uniboard.ch z.B. durch Jobinserate, Arbeitgeber-Profile und Banner von UnternehmenDies wurde und wird teilweise immer noch kritisiert und genau dieser Aspekt ist für uns der schwierigste Balance-Akt in unserem Job – das Gleichgewicht zwischen den Ansprüchen der Studierenden und den Erwartungen unserer Partner zu wahren.

Malte: Man darf hierbei auch nicht vergessen, dass wir das grosse Glück hatten, dass wir damals mit der Übernahme vom uniboard.ch in unseren studentischen Verein mit einer Userbasis von 10’000 registrierten Nutzern beginnen konnten, andere Startups beginnen bei 0. Das heisst wir mussten unser Business Modell mit der Gründung des Vereins zwar erst „finden“, wussten aber aufgrund von Andis Engagement im Fachverein Oekonomie der Universität Zürich ungefähr, wie man als studentischer Verein Geld verdienen konnte und mussten unser „Business Modell“ seither nicht grundlegend ändern. Das einzige, was sich geändert hat, ist, dass wir als Verein nicht darauf angewiesen waren, Geld zu verdienen, sondern froh waren, wenn es ab und zu mal eine bezahlte Pizza gab. Heute müssen wir mit unserer Tätigkeit unsere Löhne finanzieren.

 

Wie hat euer Umfeld reagiert, als Ihr euch entschlossen habt, euer ehrenamtliches Engagement zu einem Startup umzuwandeln?

Andi: Meine Eltern waren zu Beginn schon etwas kritisch; die Aussicht, dass ich ein Entrepreneur-Leben führen werde, statt eine zugesicherte Stelle in der Unternehmensberatung anzunehmen, war für sie nicht so vielversprechend. Gleichzeitig war ihnen aber bewusst, wie viel Zeit wir im Rahmen des studentischen Vereins bereits ins uniboard.ch investiert hatten und wie schade es wäre, dies einfach so vergehen zu lassen. Zudem sahen alle, mit wie viel Herzblut wir (noch immer) dabei sind und was wir schon erreicht haben.

Malte: Bei mir war das irgendwie nie ein Thema. Als Software-Entwickler hätte ich, glaub ich, auch schnell einen anderen Job gefunden, wenns nicht geklappt hätte.

Andi: Ausserdem war es für uns direkt nach dem Abschluss unseres Studiums und aus dem Momentum unserer Aktivitäten als studentischer Verein heraus die beste Zeit, um als Unternehmen weiterzumachen.

Malte: Unter Umfeld versteh ich auch noch etwas Anderes: Andere studentische Vereine und Partner, mit denen wir damals zusammengearbeitet haben, haben es uns zum Teil schon übel genommen - plötzlich waren wir in ihren Augen nicht mehr der studentische, ehrenamtliche Verein, sondern das «böse» Unternehmen, das Geld machen will. Es war rückblickend betrachtet falsch, dass wir uns „Startup“ genannt haben, aber es wäre genauso falsch gewesen, den positiver belegten Begriff „Social Startup“ zu verwenden, sondern wir hätten uns eher „KMU“ nennen sollen.

Andi: Es war uns dahingehend aber sehr wichtig, dass wir unseren Partnern, den anderen studentischen Vereinen und auch der Universität Zürich gegenüber immer offen und fair bezüglich unserer Pläne mit der Plattform sind, aber das wurde nicht von allen anerkannt.

 

Was sind Eure nächsten Ziele?

Malte: Wir wollen die grösste, wichtigste und beste Studierenden-Plattform der Schweiz werden, also DIE relevante Plattform für Studierende verschiedenster Studienrichtungen in der ganzen Schweiz. Das uniboard.ch soll das Studium einfacher machen: Zusammenfassungen und alte Prüfungen austauschen, Bücher verkaufen, oder bald auch Kursbewertungen und Insights zu einzelnen Fächern ermöglichen - wie z.B. die immer wieder auftauchende Frage beantworten, für welche Veranstaltungen es Podcasts gibt.

 

Ich nehme an, ihr habt einen Plan, wie ihr das erreichen wollt?

Andi: Ja, es gibt einen Plan, wie wir die Plattform in Zukunft noch weiterentwickeln wollen. Alles andere ist von dieser Weiterentwicklung, ihrer Umsetzung und ihrer Akzeptanz seitens der Studierenden abhängig. Ob wir zum Beispiel jemanden einstellen müssen und werden, ob wir uns ein Büro mieten müssen etc. hängt davon ab, wie gut und erfolgreich wir die Plattform weiterentwickeln können.

Malte: Andi ist derjenige mit den verrückten Ideen und ich versuche dann jeweils, einen Plan zu machen, wie wir das in die Realität umsetzen können. Damals, als wir die Selbständigkeit mit dem uniboard.ch planten, haben wir über ca. 1 Jahr hinweg einen Abend pro Woche unseren «Männerabend» veranstaltet: zuerst einen Film im Kino gucken und dann bei einer Shisha 4-5 Stunden lang das „neue“ uniboard.ch planen. Pläne haben wir also ne ganze Menge, jetzt müssen wir die irgendwie umsetzen (lacht).

 

Wie geht man mit einer Kundengruppe um, die so kurzlebig ist und die häufig im Stress ist, wenn sie euch braucht?

Andi: Das ist Fluch und Segen zugleich! Das Schöne daran ist, dass wir quasi jedes Jahr wieder neue Ideen ausprobieren können, um Studierende auf das uniboard.ch aufmerksam zu machen. Gleichzeitig heisst es aber auch, dass wir jedes Jahr aufs Neue etwas machen müssen, um relevant und am Ball zu bleiben!

Malte: Das heisst auch, dass man sich auch mal Fehler erlauben und neue Dinge ausprobieren kann, ohne die bisherigen Nutzer zu verärgern. Aber wie gesagt, wir müssen jedes Jahr schauen, dass wir wieder neue Studierende auf unsere Plattform aufmerksam machen, weil uns die Studienabgänger verlassen.

Andi: Wir gehen jeweils aktiv bei studentischen Vereinen vorbei, bringen sogar Bier und einen Grill zu ihren Events mit, wir verteilen Tausende von Goody-Bags, hier in Zürich und in der ganzen Schweiz. Durch dieses Engagement und diese Präsenz am Campus unterscheidet sich das uniboard.ch aber auch von anderen „Studierenden-Plattformen“, die sich selbst so nennen: unser Wachstum ist aufgrund der Einschränkung, dass sich nur verifizierte Studierende (mit SWITCHaai) registrieren können, begrenzt und auch die Dauer der Mitgliedschaft in unserer Community ist auf die Studiumszeit beschränkt.

 

Was würdet ihr Studenten und Studentinnen auf den Weg geben, wenn sie auch ein Startup gründen wollen - vielleicht so wie ihr aus einem existierenden Verein heraus?

Andi: Wenn ihr das Ziel habt, davon zu leben, rate ich Euch, den Markt sehr sehr genau anzuschauen! Wir kannten „unseren“ Markt nach drei bis vier Jahren der Vereinstätigkeit zwar bereits ziemlich gut, trotzdem haben wir das völlig anders eingeschätzt. Als Plattform, die sich durch die Zusammenarbeit mit Arbeitgebern finanziert, steht man beispielsweise nicht nur im Wettbewerb mit den zwei bis drei bekannten und grossen Studierenden-Plattformen in der Schweiz, sondern zum Beispiel auch mit Werbeagenturen, Personalvermittlern, studentischen Vereinen, universitären Career Services, Jobplattformen, Karriere-Messen, etc. Mit diesem Wissen von heute würden wir Vieles anders machen, wenn wir nochmal neu starten würden. Man sollte sich deshalb bewusst sein, worauf man sich einlässt. Als Verein kann man sich noch viel erlauben, was als Firma nicht mehr geht.

Malte: Ich würd das, was Andi sagt, als klassische „Due Diligence“ bezeichnen. Macht's zudem mit Herzblut und versucht gleichzeitig so professionell wie möglich zu sein!

Andi: Ach ja, und dann würd ich noch von Anfang an einen Juristen mit ins Boot holen; das erleichtert juristische Streitigkeiten oder beugt diese sogar vor!

Malte: Und sucht Euch gute Geschäftspartner!

 

Das bringt mich zur nächsten Frage: wie ist es so mit seinem Geschäftspartner zusammen zu wohnen und ist es so nicht schwierig, Arbeit und Freizeit zu trennen?

Andi: (lacht) Wir waren erst Freunde und wurden dann Geschäftspartner - und sind immer noch Freunde. Wie gesagt, wir wohnen sogar zusammen.

Malte: Eine saubere Trennung zwischen Arbeit und Freizeit gibt es bei uns nicht. Per se arbeiten wir 7 Tage die Woche. Am Wochenende arbeiten wir vielleicht ein bisschen weniger, aber selbst das kann man nicht pauschalisieren. Aber wir haben halt immer noch Freude daran, diese Plattform weiter aufzubauen. Man muss sehr selbstdiszipliniert sein, gerade wenn es darum geht zu entscheiden, wie viel und wann man arbeitet.

Andi: Genau. Und um nochmals auf Deine Frage zurückzukommen: wir sprechen natürlich nicht nur über die Arbeit, wir haben ja auch gemeinsame Hobbies, Freunde etc. Und klar, jeder braucht auch sein eigenes Leben. Ich habe meinen Hund - wenn ich mit Sam unterwegs bin, dann ist das meine Zeit für mich.

 

Was war der schönste Moment für euch mit uniboard.ch?

Andi: Schwierige Frage. Ich glaube nicht, dass es diesen einen Moment gegeben hat, wir sind immer noch täglich am Kämpfen, am Wachsen. Aber es gibt ganz "viele schönste Momente": immer wenn wir irgendwo auf dem Campus sind und Studierende zu uns kommen und „Danke" sagen; erzählen, dass sie ohne das uniboard.ch nicht bestanden hätten. Und ich freue mich darauf, wenn wir bald die 50’000-er Marke von registrierten Usern erreicht haben. Zudem freue ich mich über jeden einzelnen zusätzlichen Partner (Arbeitgeber).

Malte: Also ich find schon, dass es so richtig coole Moment gab; zum Beispiel als wir den uniboard-

Firmenstempel bestellt haben (lacht). Oder vor Kurzem hielten wir eine Präsentation vor ca. 30-40 Vertretern grosser Arbeitgeber für Studierende und ich hab in lauter strahlende und bekannte Gesichter geblickt - das war echt schön.

 

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Pop Up zu Weihnachten

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Bist Du noch auf der Suche nach ein paar guten Geschenkideen für Weihnachten? Zeit ein neueres Phänomen in Zürich vorzustellen: die Pop-up Stores. In den letzten Monaten sind sie wie Pilze aus dem Boden geschossen und wieder verschwunden. Also genau richtig, um immer wieder neue Sachen zu entdecken - und dabei vielleicht das perfekte Weihnachtsgeschenk. 

 

Warum wir von Startup@UZH Pop-up Stores kennen? Ganz einfach: für viele Startups bietet dies eine innovative und günstigere Alternative, um ihre Artikel den Kunden zu präsentieren. Zwar ist der Aufwand für die Suche, Planung, Einrichtung und Abbau etwas grösser, dafür fallen weniger Fixkosten an, das Risiko ist kleiner und mit etwas Glück findet man einen Platz, der sonst niemals erschwinglich wäre.

 

Pop-up Stores gibt’s mittlerweile für fast alle Produkte, hauptsächlich aber Textilien, Schmuck, Lebensmittel - also alles Produkte, wo die Auswahl oft wechselt, wo die Innengestaltung und Präsentation wichtiger Bestandteil des Verkaufskonzeptes ist und wo es viele kleine, junge Anbieter/innen gibt. Ausserdem verleiht das Pop-up-Ambiente das Gefühl, dass etwas ganz Spezielles gekauft wird - nicht zuletzt weil es das Geschäft ja nur temporär gibt.

In der Schweiz gibt es verschiedenen Plattformen, die Pop-up Flächen vermitteln, direkt vermieten oder sogar ganze Konzepte entwickeln (z.B. Link: https://www.popupshops.com/de/countries/switzerlandhttp://www.popup-market.ch/index.php?id=6). Vielleicht findest Du aber auch einen Platz in einer gut gelegenen, unbenutzten Garage bei deiner Tante. Jedenfalls glauben wir, dass es sich lohnt, hin und wieder die alten Verkaufskonzepte zu überdenken und dem Trend aus Berlin und London zu folgen.

Also, nun gilt es für Weihnachten ein paar der Pop-up Stores für Weihnachsgeschenke zu durchschmökern und sich gleichzeitig zu überlegen, ob sich das für das eigene Startup im nächsten Jahr auch lohnen könnte.

Wir wünschen von Herzen eine schöne Weihnachtszeit!

 

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Der Social Entrepreneurship Day 2016 - ein Rückblick

 

Liebe Studierende

Am 15. November 2016 fand der alljährliche Social Entrepreneurship Day statt. Key Note Speaker Yves L. Seganfreddo gab einen sehr vielfältigen und erfrischenden Einblick in den Social Entrepreneurship. Verschiedene aktuelle Social Entrepreneurship Projekte wurden vorgestellt. Die beiden Gäste Desta Kebede und Elizabeth Bernold gaben zudem aufschlussreichen Input ins Thema Proof of Concept sowie über ihre eigenen Startups.

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Female Founder Summit 2016

Female Founder Summit

 

Am 2. November 2016 fand der Female Founder Summit in Zürich statt. Einen ganzen Tag lang konnten Frauen, die den Schritt zur Unternehmerin wagten oder wagen wollten an Workshops teilnehmen, Pitchen üben, Investoren kennenlernen und ihr Netzwerk vergrössern. Weibliche und männliche Rolemodels erzählten ihre Gründungsgeschichten und gaben Ratschläge, wie man erfolgreich selbständig werden kann.

 

Warum braucht es einen Female Founder Summit? Noch immer gibt es deutlich weniger Frauen als Männer, die ein Unternehmen gründen wollen oder es tatsächlich tun. Dabei stehen ihnen doch dieselben Herausforderungen bevor, die alle Startups beschäftigen: gründen, Kapital auftreiben, sich vermarkten, wachsen? Es gibt verschiedenste Theorien, warum weniger Frauen den Schritt zur Entrepreneuer-in machen. Viele Frauen berichten aber, dass sie sich mehr behaupten, dass sie ihre Kompetenz viel stärker beweisen müssen, um als Unternehmerin ernst genommen zu werden, Investoren und Geschäftspartner zu finden. Eine Plattform, die sich speziell der Unterstützung von Gründerinnen verschrieben hat, kann darum nicht verkehrt sein. Die WomenWay Association, die den Female Founder Summit organisiert hat, bietet spezielle Mentoring-Programme an, organisiert Veranstaltungen und fördert Frauen in Führungspositionen.

 

Startup@UZH kann Studentinnen und Angehörigen der Universität Zürich Zugang zu einem zusätzlichen Startup-Netzwerk speziell für Frauen ermöglichen. Kontaktiere uns für ein Erstgespräch und wir helfen dir, deine Ideen umzusetzen! 

 

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Rockstar Recruiting – Die persönliche Plattform für IT-Experten und Unternehmen

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Justus Spengler hat ein Startup gegründet, welches auf die Vermittlung von Informatikern spezialisiert ist. Rockstar Recruiting bringt IT-Experten mit Startups, KMUs sowie Grossfirmen zusammen und bietet individuelle Services vor, während und nach dem Vermittlungsprozess an. Justus hat Arbeits-und Organisationspsychologie an der UZH studiert und verfügt über mehrjährige Praxiserfahrung im Bereich der IT-Personalvermittlung.

 

Klaus Fuchs berät Rockstar Recruiting in technischen sowie strategischen Fragen. Er macht seinen PhD am Lehrstuhl für Information Management an der ETH Zürich, wo gemeinsam mit Praxispartnern an der Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen geforscht wird. Zudem organisiert und besucht er gerne Hackathons.

 

Warum nicht einfach indische IT-Experten für Schweizer Firmen suchen? Wäre das nicht billiger für die Firmen?

Justus: Es ist nicht so, dass das noch niemand probiert hat. Im Endeffekt entscheidet das jede Firma für sich selbst. Für unsere Kunden sind Innovationen ein starkes Thema. Trotz hoher Löhne hat man daher profitable Geschäftsmodelle - dazu benötigt es hochqualifizierte Mitarbeiter vor Ort, die mit den verschiedenen Stakeholdern kommunizieren & vor allem Ideen miteinander austauschen und weiterentwickeln.

Klaus, Du hast vor Rockstar Recruiting bereits ein Startup gegründet. Inwieweit half Dir das bei Rockstar Recruiting?

Klaus: Grundsätzlich sind Startups ein interessantes Thema und ich habe immer viel dabei gelernt. Es gibt stets eine starke Lernkurve.

Justus: Ich sehe auf jeden Fall, dass es einen Unterschied macht. Seine Inputs und Vorerfahrungen sind sehr hilfreich. Wir haben nicht bei Null angefangen.

Justus, wie ist es für Dich ein Startup zu gründen?

Justus: Aufregend! Kein Tag verläuft wie der vorherige und die Lernkurve ist riesig da es immer wieder neue Challenges gibt. Man muss der Typ dafür sein, es sollte Spass machen.

Ihr vermittelt auch Cyber Security Experten. Sehr ihr da einen Anstieg in der Nachfrage seitens der Firmen beziehungsweise vermehrt Experten, die sich darauf spezialisiert haben?

Justus: Sowohl als auch, ganz klar. Es ist eine grosse Chance für die Schweiz, sich in diesem Bereich zu positionieren. Wir sehen aber ebenfalls eine starke Nachfrage bei Themen wie Big Data, Artificial Intelligence, Machine Learning, Fintech, Blockchain, Virtual/Augmented Reality,etc.. Wir finden es wahnsinnig spannend, tagtäglich in diesem Umfeld unterwegs zu sein.

Ist der Standort Schweiz gut dafür?

Klaus: Europa und insbesondere die Schweiz sind als Standort  nicht abzuschreiben, ganz im Gegenteil: 1) Schweizer Informatiker sind sehr qualifiziert und 2) Gibt es zahlreiche Schweizer Firmen, die im Bereich Datenschutz und Security weltweit Massstäbe setzen (wollen), man denke nur an das Bankenwesen, Pharmabranche, etc.  

Ihr habt einen Background, der gut aufeinander abgestimmt ist. Ein Psychologe und ein Wirtschaftsinformatiker können wahrscheinlich gut den passenden Kandidaten aus vielen Bewerbungen herauspicken. Denn manchmal habe ich das Gefühl, dass Personaler einen passenden Kandidaten sogar übersehen können, weil die Fachexpertise fehlt.

Justus: Uns ist es im ersten Schritt vor allem wichtig auf Augenhöhe mit den Kandidaten zu sein und sie sowohl technisch als auch persönlich zu verstehen. Jeder Kandidat hat individuelle Bedürfnisse und erhält entsprechend die Möglichkeit, sich mitzuteilen. Diesen Ansatz vertreten wir auch auf Kundenseite um das gemeinsame Ziel eines sehr guten Matchings zu erreichen.

Ihr kennt euch seit gut zwei Jahren, woher wusstet ihr, dass ihr zusammen arbeiten und euch aufeinander verlassen könnt?

Justus: Das wissen wir bis heute nicht zu 100% sicher (lacht). Aber ernsthaft..wir wurden einander durch einen gemeinsamen Freund vorgestellt und haben schnell gemerkt, dass wir zwar einen unterschiedlichen Background, aber gleiche Vorstellungen für den Bereich IT Vermittlung haben.

Klaus: Wir sind verschieden, daher ergänzen wir uns. Justus hat viel praktische Erfahrung in der IT Vermittlung. Ich bin Herzbluttechniker und freue mich, wenn Freunde in der Szene leichter zum passenden Job kommen.

Justus: Klaus ist die ideale Ergänzung. Ich bin sehr froh, dass er mich bei vielen Fragestellungen berät und wir unsere jeweiligen Netzwerke sinnvoll zusammenführen können.

Was erwartet einen Kandidaten in der Zusamenarbeit mit euch?

Justus: Wir bieten unseren Kandidaten die Möglichkeit für ein persönliches Kennenlernen und erstellen im Anschluss, je nach Bedarf, eine Übersicht der individuellen Job-Optionen. Ergänzend bieten wir Programmiertests an, überpüfen/verbessern den CV und stellen das Bewerberdossier zusammen. Nachdem sich die Kandidaten auf ihre Wunschfirmen festgelegt haben übernehmen wir die Kontaktaufnahme mit dem Ziel eine Brücke zwischen Kandidaten und Firma zu schlagen. Während der Interviewphase beraten wir die Kandidaten und geben nützliche Tipps -  ein besonderer Fokus liegt dabei sicherlich auf dem Coaching vor dem ersten Interview.

Also bekommen die Kandidaten sozusagen einen VIP Service von euch..

Justus: Die Kandidaten stehen im Vordergrund – wir betrachten uns dabei als “Talent Agents”, die sich mit persönlichem Einsatz um die berufliche Karriere der Kandidaten kümmern. Dabei antizipieren wir teilweise verborgene Job-Optionen und filtern aus einer grossen Auswahl die jeweils spannendsten Möglichkeiten heraus. Es hilft, dass wir viel auf IT-Events unterwegs sind und einen engen Draht zu ausgewählten Firmen pflegen.

Muss man bei euch ein Rockstar sein, um einen Job zu bekommen?

Justus: Wir haben einen hohen Anspruch an unsere Dienstleistung und freuen uns, wenn unsere Kandidaten ebenso hohe Ansprüche an sich und ihre Karriere stellen. Ein Rockstar verbindet aus unserer Sicht überdurchschnittliche technische mit menschlichen Fähigkeiten.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

 

Mehr Informationen unter http://rockstarjobs.ch/

Kontakt: js@rockstarjobs.ch

 

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SOCIAL ENTREPRENEURSHIP DAY 2016

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Liebe Studierende

Auch in diesem Jahr möchten wir euch gerne zum Social Entrepreneurship Day einladen, einem Workshop, in dem es um die Machbarkeit und Umsetzung von sozialen Unternehmerideen geht. Der Workshop wird von einem erfahrenen Unternehmer geleitet und ihr könnt euch mit anderen sozial-unternehmerisch interessierten Studierenden vernetzen.

 

Weitere Informationen und Anmeldung hier

 

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Interview mit Nicola Forster, Gründer des Think Tanks foraus

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Der Crowdsourcing-Think Tank foraus - Forum Aussenpolitik - und seine über 1000 Mitglieder verfassen wissenschaftlich fundierte Diskussionspapiere, Kurzanalysen und Politik-Empfehlungen. Mit seinen Beiträgen und Veranstaltungen prägt das schweizweite Netzwerk den Diskurs zu außenpolitischen Themen der Schweiz über verschiedenste Kanäle und füllt so die Lücke zwischen Wissenschaft und Politik.

 

Nicola, würdest du foraus als Startup bezeichnen?

Ja absolut; zwar gibt es unseren Think-Tank bereits seit 7 Jahren, aber gerade weil die Organisation so dynamisch ist, fühlt er sich definitiv noch wie ein Startup an. foraus hat sich auch sehr Startup-mässig entwickelt: Wir haben eine Nische für unser Produkt identifiziert, in sehr kurzer Zeit eine funktionierende Organisation aufgebaut, Leute eingestellt und sind bis heute stark gewachsen. Ausserdem haben wir etwas Neues erfunden: Das Modell eines Crowdsourcing-Think-Tanks. Das heißt, dass über unsere Plattform mittlerweile über 1000 kluge, junge Köpfe aus der ganzen Schweiz wissenschaftlich fundierte Vorschläge erarbeiten, die wir dann EntscheidungsträgerInnen zur Verfügung stellen und damit einen starken Impact auf die Schweizer Politik erzielen.  

Wann hat foraus so richtig Fahrt aufgenommen?

foraus wurde 2009 nach der Abstimmung über die Personenfreizügigkeit gegründet. Wir sahen, dass es ausserhalb der politischen Parteien ein enormes Potenzial an top-qualifizierten jungen Leuten gibt, deren Wissen und Ideen relevant wären für die Politik, dort aber nicht wahrgenommen werden.. Um dieser jungen, weltoffenen Generation eine Stimme im öffentlichen Diskurs zu geben, haben wir foraus gegründet. Gestartet sind wir dann gleich mit drei thematisch unterschiedlichen, wissenschaftlich und inhaltlich sattelfesten Diskussionspapieren; so konnten sehr schnell klar machen, dass wir trotz unseres jungen Alters ernst zu nehmen sind und relevante Arbeit für die Schweizer Aussenpolitik leisten. Ungefähr ein Jahr später haben wir dann aufgrund eines Papers zur sicherheitspolitischen Zusammenarbeit mit der EU erstmals auch großes Interesse von allen Parteien erfahren, die auf der Basis unserer Analyse eine Kommissionsmotion einstimmig verabschiedeten. Das war der Moment, wo wir beweisen konnten, dass wir nicht eine „One Hit Wonder“ sind und auch langfristig mit uns zu rechnen ist.

Was für einen Hintergrund habt ihr zwei Gründer? Hat euch das geholfen?

Das erste Konzept haben wir zu zweit ausgearbeitet; Pablo hatte internationale Beziehungen studiert, ich Rechtswissenschaften. Das war eine gute Kombination - ich konnte mein Jus-Netzwerk der Universität Zürich nutzen, er sein eher internationales Umfeld von Genf. Wir konnten so auch von Anfang an zeigen, dass wir einen mehrsprachigen Think-Tank aufbauen wollen, der in der ganzen Schweiz tätig ist. Das war wohl auch das entscheidende Startup-Moment: Wir erkannten, dass da eine Lücke war, die gefüllt werden kann und haben viele kluge Köpfe gefunden, die bereit waren mit uns gemeinsam etwas Neues aufzubauen. Ich selbst hatte damals noch kaum eine Ahnung von Außenpolitik – wichtig war, schnell die besten Leute zu finden!

Was sind nun die nächsten Schritte, die ihr mit foraus geplant habt?

Wir möchten das erfolgreiche foraus-Modell eines Crowdsourcing-Think-Tanks digitalisieren und in die Welt hinaus tragen! In zwei Wochen kommen Gründer/innen von möglichen foraus-Hubs in der ganzen Welt in Genf zusammen, um dieses internationale Netzwerk von Think-Tanks in einem Co-Creation-Prozess gemeinsam zu entwickeln. Wir haben dafür internationale Orte identifiziert, wo einerseits viele kluge junge Menschen sind, die die Aussenpolitik mit ihren Vorschlägen gestalten möchten. Andererseits muss es dort einen Bedarf für Ideen geben – die politischen Entscheidungsträger/innen müssen bereit sein, uns zuzuhören. Berlin, Brüssel, Wien, Paris, London und New York sind geplant, aber wir diskutieren auch mit möglichen GründerInnen aus dem Balkan, Afrika und Asien.

Startups kämpfen nach dem ersten Erfolg oftmals damit, wie sie wachsen können. Zum Beispiel ist das Management von 3 Personen ja ganz anders als von 10. Wie sieht es da bei foraus aus?

Stimmt. foraus ist zum Glück recht organisch gewachsen. Ich hatte ein Darlehen von meinen Eltern aufgenommen, um das erste Jahr nach der Gründung irgendwie zu überstehen. Danach kam der entscheidende Schritt: Wir konnten dank einer Stiftungsfinanzierung einen ersten Lohn auszahlen und machten so den Schritt von einem Studentending zu einer nachhaltig funktionierenden Organisation. Danach sind wir kontinuiertlich gewachsen; heute sind wir schon 14 Mitarbeitende in zwei Büros in Zürich und Genf und haben über 1 Mio. Budget. Ein wichtiger Meilenstein war dann später auch die Ablösung der Gründergeneration:Unsere heutige Geschäftsführerin Emilia Pasquier und das gesamte Team kam mit eigenen Ideen und machte sich mit viel Begeisterung daran, das Management unseres „KMUs“ zu professionalisieren und fit zu machen für ein weiteres Wachstum. Sie machen das viel besser, als ich es je hätte tun können!

Du hast ja ziemlich viel Zeit in foraus investiert - wie das bei einem Startup so üblich ist. Hast du dich jemals gefragt, ob du dieses Risiko wirklich eingehen sollst?

Ja, wir haben alle viel Zeit investiert und die Aufbaujahre waren natürlich schon sehr anstrengend. Aber es hat sich für uns alle gelohnt: foraus ist bis heute das geilste Sprungbrett überhaupt, um schon in jungem Alter mit unserem Wissen und unseren Ideen Impact zu haben auf die Schweizer Politik.. Wenn wir den Qualitäts-Brand unseres Think-Tanks nicht gehabt hätten, hätte man uns in der nationalen Politik als junge Hochschulabgänger nicht ernst genommen und wir hätten den typischen Karriereleiter-Weg einschlagen müssen. foraus brachte uns oft an unsere Grenzen, aber gleichzeitig wussten wir immer, dass wir das Ding gemeinsam aufbauen und aufeinander zählen können. Mit diesem Teamgeist konnten wir unser Baby aufbauen.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Gibt es nicht (lacht). Beinahe täglich ergeben sich Gelegenheiten für neue spannende Projekte. Logischerweise geht das auf Kosten von einem normalen Alltag und ich habe definitiv keinen 9 to 5 Job. Dafür ist mir bei foraus seit der Gründung vor sieben Jahren nie langweilig gewesen.

 

Weitere Informationen zu foraus

 

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IFJ Gründungskurs besucht

 

Warum als Startup-Interessierte hier bei Startup@UZH nur über Gründungskurse schreiben und nicht selbst einen besuchen? Gesagt, getan und nach einer raschen Anmeldung beim Institut für Jungunternehmertum (IFJ) fand ich mich in den modernen Räumlichkeiten des startup space in der Wiesenstrasse in Zürich-Schlieren vor. Während des dreistündigen Kurses “Firma gründen”, welcher von Christof Bötschi geleitet wurde, bekamen wir Teilnehmer die wichtigsten Infos, die es zur Firmengründung braucht. Obwohl dies eine Menge an Information war, muss ich sagen, dass es eine bekömmliche Kost war und wir alles gut besprochen konnten. Alles in allem würde ich den Kurs “Firma gründen” allen Startup-Interessierten, welche zumindest schon eine Idee haben, wärmstens empfehlen.

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Christof Bötschi, IFJ (oben), Chillout area im Startup Space (unten)

http://www.ifj.ch/

 

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gruen

ASPAARA: VERSTECKTE POTENTIALE ENTHÜLLEN

aspaara

 

Im Gespräch mit Alexander Grimm des Startups Aspaara Algorithmic Solutions AG. aspaara berät und unterstützt Unternehmen bei der Analyse, Prognose und Optimierung ihrer Business-Prozesse.

 

Auf eurer Website beschreibt ihr, dass ihr die versteckten Potenziale in Firmen enthüllen könnt. Wie macht ihr das?

Wir verfolgen einen Zweistufenprozess. Auf der ersten Stufe führen wir eine umfassende Datenauswertung der internen Firmendaten durch. Dabei integrieren wir in diese Analyse auch sehr häufig externe Datenquellen. Auf der zweiten Stufe fertigen wir dann ein massgeschneidertes Optimierungspaket für unsere Kunden.

Wir sind der Meinung, dass das Anbieten von statischen Standardoptimierungslösungen, also Lösungen, die die individuelle Situation des Kunden nicht passgenau abdecken, tatsächlich nur für wenige Unternehmen hilfreich sind. Aspaara Algorithmic Solutions AG analysiert hingegen die individuelle Situation unserer Kunden und bieten für deren Herausforderungen ein massgeschneidertes Optimerungspaket an.

Wer zählt zu euren Kunden?

Zum Beispiel läuft unsere Plattform seit fast einem Jahr am Flughafen Zürich. Dort optimieren wir mittlerweile einen Grossteil der Ground Handling (Bodenabfertigung) Aktivitäten für unsere Kunden. Auch hier haben wir zunächst in einer gross angelegten Studie viele verschiedene Datensätze ausgewertet und daraus das Optimierungspotential abgeleitet. Nun sparen unsere Kunden jeden Tag überschüssige Kosten ein.

Was für Daten habt ihr analysiert?

Wir haben historische aber auch projizierte Daten ausgewertet. Es war eine Herausforderung, diese recht komplexen Datensätze auszuwerten. Nach der Datenauswertung haben wir dann einen Prototypen implementiert und nach einer Testphase läuft unsere Lösung vor Ort nun produktiv im Einsatz.

Kannst Du mir noch mehr über eure Software erzählen, wie funktioniert sie?

In vielen Unternehmen wird immer mehr gemessen und es werden immer mehr Daten erhoben. Unsere Software wertet diese Datensätze umfassend aus und erstellt dabei präzise interne Situationsprofile unserer Kunden. Nach diesem Schritt fertigen wir dann massgeschneiderte Optimierungslösungen für unsere Kunden an, die ihre Situation möglichst passend abdecken.

Welche anderen Geschäftsfelder deckt Aspaara noch ab?

Angefangen haben wir mit der Optimierung in Nachhilfeschulen. Dort stellen sich bereits recht schnell komplexe organisatorische Fragen, wie z.B. welcher Lehrer unterrichtet welche Schülerin in welchem Fach auf welcher Stufe zu welcher Zeit in welchem Raum? Unsere Lösung berücksichtigt darüber hinaus auch Sonderwünsche als weiche Kriterien. Falls beispielsweise eine Schülerin ausschliesslich von einer Lehrerin aber nicht von einem Lehrer unterrichtet werden möchte, berücksichtigt unsere Lösung dies auch.

Bald schon haben wir unsere Plattform auf die Bodenabfertigtigungsprozesse an Flughäfen angepasst. Seit Anfang des Jahres arbeiten wir auch mit einer grossen Unternehmensberatung zusammen. Auch dort verbessern wir die interne Ressourcenallokation: Wer arbeitet in welchem Team auf welchem Projekt zu welcher Zeit?

Unsere heutigen Kunden sind meist Mittelständler oder Grossunternehmen.

Wie seid ihr auf eure Idee gekommen?

Die meisten Unternehmen sind unzufrieden mit den bestehenden Standardlösungen für die interne Ressourcenallokation, da ihre ganz individuelle Situation nicht gut genug von diesen abgedeckt wird.

Wir pflegen ein enges Verhältnis zu unseren Kunden und überlegen uns stets neue Wege und Methoden, um massgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden anbieten zu können.

Ihr seid zwei Gründer?

Ja, Aspaara wurde vor anderthalb Jahren von zwei Gründern gegründet. Mittlerweile haben wir ein solides Netzwerk aufgebaut, denn Aspaara arbeitet viel mit strategischen Partnern zusammen. Wir konzentrieren uns dabei stets auf die algorithmische Lösung der Optimierungsprobleme. Wir wollen damit unseren Kunden stets eine Lösung bieten, die ihre individuelle Situation möglichst gut abeckt.

Wo steht ihr gerade?

Seit der Gründung machen wir genau das, was wir vorhatten. Dies läuft auch sehr gut. Unsere Kunden schätzen unseren Ansatz der massgeschneiderten Software sehr. Insofern erfüllen wir das, was die Kunden sich wünschen. Oft ist es für den Kunden schwer, die Ursache für eine Ineffizienz in den internen Prozesses zu identifizieren. Da ist es hilfreich, wenn man die Daten ganz unvoreingenommen untersucht. Wir versuchen dann, die Optimierungspotentiale zu identifizieren, um dann eine massgeschneiderte Lösung anzubieten.

Was, würdest Du sagen, sind die wichtigsten Kriterien, damit ein Startup funktioniert?

Jedes Startup ist anders. Wir verfolgen einen sehr kundenfokussierten Ansatz. Du musst die Kundenbedürfnisse möglichst gut abdecken, unser Produkt ist immer eine massgeschneiderte Software.

Was für einen Hintergrund habt ihr?

Ich selbst bin Physiker und habe an der ETH Zürich studiert. Bei uns im Team gibt es Mathematiker und Physiker. Natürlich ist ein Informatikbackground absolut notwendig bei uns.

 

www.aspaara.com

www.aspaara.ch

 

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